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10 erfolgreiche Tipps für den perfekten Text fürs Web

Schreibtipps für Texte fürs Web

Wer eine eigene Webseite und einen Blog hat und diese selbst hegt und pflegt, der weiß, wie schwierig es ist, einen guten Text für’s Web zu schreiben. Anders als beim Lesen einer Zeitung beispielsweise entscheidet der Leser innerhalb weniger Sekunden darüber, ob der Artikel interessant ist oder nicht. Im ungünstigsten Fall klickt der Leser weiter und widmet sich anderen Beiträgen im Internet.

Damit Sie Ihren Besuchern Texte liefern, die sie auch lesen, habe ich Ihnen meine 10 Schreibtipps- und –tricks zusammengestellt.

Schreiben fürs Web – diese Tipps helfen Ihnen

 

 

  1. Schreiben mit Plan

    Der größte Feind der Schreibmotivation ist meiner Erfahrung nach das weiße Blatt Papier bzw. ein leeres Word-Dokument. Es schreit förmlich danach mit Buchstaben befüllt zu werden. Aber einfach loszuschreiben ist nicht zielführend.

    Steht das Thema fest, sollten Sie sich zunächst Gedanken um den berühmten roten Faden machen. Was ist die Kernaussage? Drumherum bauen Sie – entweder gedanklich oder schriftlich – das „Gerüst“ des Textes. Je komplexer das Thema, desto schwieriger finde ich es, den Aufbau nur im Kopf zu haben.

    Nach wie vor liebe ich Papier und skizziere sehr gerne per Hand, bevor ich mich an die Tastatur setze.

    Der erste Entwurf der Überschrift ist selten der Finale. Nutzen Sie einen Arbeitstitel und schreiben Sie zwei, drei einleitende Sätze, die als Vorspann dienen.

  2. Ein bisschen Elevator-Pitch muss sein

    Ähnlich wie beim Elevator-Pitch sollte der erwähnte Vorspann so packend sein, dass Ihre Leser neugierig werden und den Artikel gerne weiterlesen. Sie überfliegen die ersten Zeilen und beurteilen dann, ob sich der Zeitaufwand lohnt, den Beitrag weiterzulesen. Der Artikel sollte entweder einen Mehrwert bieten, unterhaltsam sein oder wichtige Informationen erhalten.

  3. Versetzen Sie sich in Ihre Kunden

    Welche Informationen würden Sie als ihr Kunde lesen wollen? Welche Infos sind relevant für Sie? Bedenken Sie immer, dass Ihre Zielgruppe nicht das Wissen hat, das Sie haben. Erklären Sie in einfachen Sätzen.

  4. Mehrwert und Gewinn

    Der Leser sollte beim Lesen feststellen, dass der Inhalt für ihn wichtig ist. Warum ist das Thema für ihn interessant? Ich erwähnte bereits den Mehrwert. Damit ist das Versprechen gemeint, dass der Leser vom Artikel einen Nutzen hat. Was kann er aus Ihrem Beitrag für sich Positives/Nutzbares herausziehen?

  5. Bäääm. Die Überschrift knallt

    Sie sollte ebenso knallen, wie sie Bezug zum Text hat. Und Sie sollte neugierig machen und Lust darauf, den Text weiterzulesen. Die Überschrift ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Textes. Schließlich wird durch die Headline das Interesse geweckt. Es gibt Werbetexter, die behaupten, dass viele Konsumenten nur die Überschriften lesen. Und ja, es ist schwierig, der Spagat zwischen superspritzigwitziginformativen Headlines und der Suchmaschinenoptimierung zu schaffen. Fokussieren Sie sich auf ein Keyword. Fällt Ihnen auf den ersten Rutsch keine vernünftige Headline ein, verpassen Sie ihrem Artikel einen Arbeitstitel. Der Rest kommt beim Schreiben.

  6. Schreiben, schreiben, schreiben

    Einfach losschreiben. Viele raten, einfach alles runterzuschreiben, was man über das Thema weiß bzw. recherchiert hat. Ohne Rücksicht auf Rechtschreibung. Ich kann das nicht. Fällt mir ein Fehler auf, muss ich ihn sofort korrigieren. Was bleibt, ist das Schreiben, bis alles aus dem Kopf auf dem Blatt ist. Danach beginnt die Korrektur bzw. Strukturierung.

  7. Korrektur lesen

    So. Text steht? Prima. Dann kommt nun die erste Korrekturschleife. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht die einzige und letzte Schleife sein wird 😉 Stolpern Sie beim Lesen über eine Formulierung hilft es, sich den Beitrag laut vorzulesen. Wenn Sie einen Zuhörer haben, umso besser. Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass die Rechtschreibung von enormer Wichtigkeit ist. Nichts ist unprofessioneller als viele Vertipper. Ich nutze den Duden, um ganz sicher zu gehen.
    Vermeiden Sie zu lange Sätze oder verschachtelte Sätze. Wenn Sie unsicher sind, ob der Text für einen Außenstehenden verständlich ist, suchen Sie sich einen Zuhörer. Wenn dieser nach dem Vorlesen Anmerkungen hat, korrigieren Sie die Stellen, zu denen Fragen aufgekommen sind.

  1. In Schönheit sterben – die Formatierung

    Das sollte kein Text, außer er ist für eine Hochglanzzeitschrift bestimmt. Und dort gibt es Grafiker, die auf die Schönheit achten. Solange Sie den Beitrag für Ihre Webseite oder den Blog schreiben, sollten Sie auf Markierungen, die Struktur und Überschriften achten. Suchmaschinen lieben beispielsweise gefettete Begriffe. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre wichtigsten Keywords im Text vorkommen. Ca. 3-5% pro Text. D.h. bei einem Artikel mit 1000 Wörtern, sollten maximal fünf Keywords untergebracht sein.

  2. Zu kurz, zu lang, genau richtig – die Textlänge

    Beiträge im Netz werden oftmals nur überfolgen. Das Leseverhalten im Internet ist ein anderes als es Zeitungsleser haben. Längere Artikel sollten Sie daher vermeiden. Wenn das Thema aber vieler Worte bedarf, dann teilen Sie den Beitrag in zwei oder mehrere Fortsetzungen.

  3. Fertig und los?

    Ich lasse die Beiträge in der Regel einen Tag liegen und lese diese nach 24 Stunden noch einmal durch. Manchmal stolpere ich über Formulierungen oder stelle fest, dass die Inhalte nicht ganz schlüssig, sind und schreibe den Beitrag ein wenig um.

Wenn Sie sich an der Liste orientieren, bekommen Sie immer mehr Routine in der Text-Erstellung. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gute und schlechte Schreibtage gibt. Es gibt auch Phasen, in denen man überhaupt keine Idee für ein Thema findet. Und Momente, die wie verzwickt erscheinen, weil kein Satz gelingen mag. In solchen Augenblicken verlasse ich lieber meinen Schreibtisch und lenke mich ab – mache Sport, lese, gehe an die frische Luft  oder esse Schokolade  😉  Und dann klappt’s auch wieder mit dem Schreiben. Entmutigen lassen sollten Sie sich auf keinen Fall. Es lohnt sich am Ball zu bleiben.

Welche Tipps haben Sie, um DEN perfekten Beitrag für Ihre Webseite oder Blog zu schreiben? Ich freue mich über Kommentare. Gerne lese ich Ihre Beiträge Korrektur – falls Sie sich nicht sicher sind, ob das ausgewählte Thema für Ihr Unternehmen geeignet ist. 

 Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn in Ihrem Netzwerk teilen. 
Von Alexandra Schrödel|19.06.2015|Alle Beiträge, Marketing, Tipps & Tools, Wissenswertes|2 Kommentare

Über die Autorin Alexandra Schrödel

Alexandra Schrödel unterstützt mit Begeisterung, Kreativität und Kompetenz Selbstständige und inhabergeführte Unternehmen in Social Media- und Marketingfragen. Gerne auch Sie. Kontakt: Tel. +49 89 23510979

2 Kommentare

  1. Babsi 19.06.2015 at 18:59 - Reply

    ??? „Ca. 3-5% pro Text. D.h. bei einem Artikel mit 1000 Wörtern, sollten maximal fünf Keywords untergebracht sein“
    3-5% von 1000 sind aber 30 – 50 Wörter! Und das ist meines Erachtens auch der richtige Wert. Bzw. 5 Wörter bei einem 100-Wörter-Text! lg

    • Alexandra Schrödel 08.07.2015 at 13:03 - Reply

      Hallo Babsi,

      vielen Dank für den Hinweis.

      Der Wert bezieht sich nicht auf die Wiederholung, sondern auf die Keywörter, auf die sich der Artikel konzentrieren sollte. 30-50 Keywords wären bei einer Textlänge von 1000 Zeichen sehr viel 😉
      Viele Grüße,
      Alexandra Schrödel

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