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Nur 7 Schritte zur erfolgreichen Social Media Strategie

7 Schritte zur erfolgreichen Social Media StrategieIn meinem Blogpost, den ich Mitte Januar veröffentlicht habe, habe ich erklärt, warum es auch und gerade für Selbstständige und KMUs wichtig ist, Social Media in die Unternehmenskommunikation aufzunehmen. Doch stopp. Wenn Sie dieser Beitrag animiert hat, sich mit den sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen, um diese für Ihre Zwecke zu nutzen, tun Sie dies bitte nicht planlos. Und planlos meint in diesem Fall: ohne Strategie.

Ohne eine klare Strategie, die Sie im Vorfeld erstellen, wird Ihr Social Media Auftritt nicht erfolgreich. Ein übermotiviertes „Losposten“ wird sich sonst schnell in ein frustriertes „bringt nix, ich lass‘ es wieder“ wandeln.

Damit Sie sich den Frust ersparen, erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich Ihrer Strategie nähern und diese erarbeiten.

Schritt 1 – Die Vorüberlegung

Social Media bedeutet, mit seiner Fans zu interagieren und zu kommunizieren. Überlegen Sie, inwieweit Social Media zu Ihrer Unternehmenskultur passt. Seien Sie sich im Klaren, dass Sie eine Langzeitbeziehung mit Facebook, Blog und Co eingehen. Nur so ist es möglich, Vertrauen, Kundennähe und eine Beziehung zu Ihrer Community aufzubauen. Social Media ist kein reiner Verkaufskanal, für den es DAS ultimative Patentrezept gibt, das für alle gilt. Es geht darum, den Mut zu haben, zu testen, auszuprobieren und zu korrigieren. Und ja – es kann sein, dass Sie mit dem einen oder anderen Thema auch eine Bauchlandung erfahren. Aber: Das haben alle mal irgendwann erlebt, die auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken unterwegs sind. Deshalb

Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen“

Für die Umsetzung einer Social Media Strategie benötigen Sie Zeit und die Ressourcen, sich um die einzelnen Accounts liebevoll zu kümmern.

Schritt 2 – Der Ist-Stand

Bestehende Social Media Accounts
Haben Sie bereits Accounts, die bisher mehr oder weniger regelmäßig aktualisiert wurden? Überlegen Sie, wie viel Zeit die Person hat, die sich zukünftig um den Bereich der Unternehmenskommunikation kümmern wird. Lieber ein Kanal weniger, dafür können Sie gewährleisten, dass die Pflege regelmäßig geschieht.

Du oder Sie – das ist hier die Frage
Wie sprechen Sie Ihre Kunden im Moment an? Duzen oder Siezen Sie? Je nachdem, was Ihre Unternehmenskultur vorsieht, sollten Sie dies auch für die Kommunikation über die sozialen Netzwerke übernehmen.

Der Blick über den Gartenzaun – was macht die Konkurrenz
Riskieren Sie doch mal einen Blick und schauen, wo Ihre Konkurrenz aktiv ist. Was wird gepostet? Wie erfolgreich sind die Veröffentlichungen? Der Blick über den Gartenzaun hilft Ihnen auch dabei, einzuschätzen, ob der eine oder andere Kanal für Sie zum Must wird. Spätestens dann, wenn Ihr Konkurrent sehr aktiv ist und viele Fans und Likes sein Eigenen nennen darf, sollten Sie dagegen halten. Erstellen Sie sich eine Liste und führen die drei wichtigsten Konkurrenten auf. Schauen Sie sich deren Kanäle an und lassen sich inspirieren (Natürlich nur von den Beiträgen, viele Likes & Shares generiert haben 😉  ) . Interessant ist auch, einen Blick auf die Anzahl der Kommentare zu werden. Es hilft Ihnen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob Sie es mit einer eher regen und kommunikationsstarken Community zu tun haben oder ob die Zahl der stillen Leser überwiegt.

Schritt 3 – Die Zielgruppe

Nicht nur für Social Media ist es wichtig, dass die eigene Zielgruppe zu kennen. Nur, wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen, können Sie recherchieren, wo sie im Social Web aktiv ist. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Engagement bei denen wahrgenommen wird, die Sie ansprechen möchten: Von Ihren (potenziellen) Kunden!
Möchten Sie Neukunden ansprechen oder geht es darum, Ihre Bestandskunden anzusprechen und sie über Ihr Angebot zu informieren?
Wenn Sie sich bei der Zielgruppenfindung nicht ganz sicher sind, hilft Ihnen vielleicht mein Blogartikel zu diesem Thema weiter. Den Link finden Sie am Ende des Beitrags. Dort finden Sie im Übrigen auch eine Zusammenfassung von Christian Buggisch über die aktuellen Nutzerzahlen der wichtigsten sozialen Netzwerke. Sehr empfehlenswert. Ein weiterer Link führt Sie geradewegs zum Social Media Spickzettel von Björn Tantau.

Schritt 4 – Die Ziele

In Schritt 3 schon angedeutet, geht es hier darum, zu überlegen, welche Ziele Sie mit den Social Media Aktivitäten erreichen möchten:

  • Möchten Sie neue Kunden ansprechen?
  • Geht es Ihnen darum, Ihre Bekanntheit auszubauen?
  • Steht bei Ihnen der Kundenservice im Vordergrund?

Egal, welches Ziel Sie verfolgen: Wichtig ist, dass Sie auf Augenhöhe mit Ihren Fans kommunizieren. Erhobene Zeigefinger kamen noch nie gut an. Das ist auch heute noch so. Bauen Sie Vertrauen zu Ihrer Community auf. Nehmen Sie sie ernst und tauschen Sie sich mit ihnen aus.

Ihre Ziele sollten messbar und realistisch sein. Überlegen Sie beispielsweise, bis wann Sie eine gewisse Anzahl von Fans haben möchten.

Schritt 4 – Die Geschichte

Was ist Ihre Story? Jeder Geschäftsmann (und auch -frau :-) ) hat eine Geschichte zu erzählen. Überlegen Sie bzw. recherchieren Sie, für welche Themen sich Ihre Zielgruppe interessiert. Woran haben diese Menschen Freude? Stellen Sie Inhalte mit Informationsgehalt zur Verfügung. Der Leser möchte mit Ihrem Inhalt einen Mehrwert geboten werden. Das kann auf unterhaltsame Weise geschehen. Oder sie nehmen einen kontroversen Standpunkt ein Kommunizieren Sie nicht nur Themen, die sich um Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt drehen. Das interessiert meist niemanden.

Ich weiß das ist hart – aber es ist so 😉

Schritt 5 – Die Inhalte

Nun geht es an die Inhaltserstellung. Basierend auf Ihren Überlegungen, was Ihrer Zielgruppe einen Mehrwert bietet, beginnen Sie mit der Entwicklung und Planung des Contents. Ein Themen- und Redaktionsplan ist hierbei Gold wert. Wenn Sie im Team arbeiten, erarbeiten Sie die Inhalte mit Kollegen oder Mitarbeitern und versuchen Sie, verschiedene Formate zu nutzen. Eine gute Mischung aus Text, Bildern und Videos ist abwechslungsreich und wird nicht langweilig. Verlieren Sie bei der Contenterstellung nicht Ihr definiertes Ziel aus den Augen und fragen sich von Zeit zu Zeit, ob Ihre Inhalte noch mit der erarbeiteten Strategie und den Zielen übereinstimmen.
Wenn nicht: Korrigieren Sie. Es ist nie zu spät.

Schritt 6 – Die Umsetzung

Die Kanalauswahl ist ein sehr wichtiges Thema, die bei der Erstellung des Status quo eine Rolle spielt. Wenn Sie bei diesem Schritt angelangt sind, haben Sie bereits Ihre Zielgruppe definiert und wissen, was die Konkurrenz so treibt und wo. Entsprechend können Sie nun entscheiden, auf welchen Social Media Plattformen Sie aktiv werden. Denken Sie an den Zeitfaktor. Lieber wenige Kanäle, dafür richtig. Möglich ist auch, dass Sie zunächst ein bis zwei Accounts anlegen und mit einem Dritten nachziehen, wenn die anderen beiden laufen.

Verlinkungen der einzelnen Kanäle
Social Media entfaltet erst seine ganze Schubkraft, wenn Sie Ihre Kanäle miteinander vernetzen. Betreiben Sie beispielsweise einen Blog, dann verlinken Sie Ihre Beiträge und posten Sie diese beispielsweise auf Facebook.
Weisen Sie auf Ihren Printprodukten hin, auf welchen Kanälen Ihr Unternehmen zu finden ist. Setzen Sie unter Ihre Blogbeiträge Share-Buttons. Kurzum: Machen Sie es Ihren Fans leicht, zum einen mit Ihnen in Kontakt und somit in den Dialog zu treten. Und erleichtern Sie die Verbreitung Ihrer Inhalte durch die erwähnten Share-Buttons.

Schritt 7 – Die Kontrolle

Führen Sie regelmäßig Analysen durch. Plattformen, wie Facebook, bieten genügend Statistiken, die Ihnen die Erfolge und Veränderungen Ihrer Aktivitäten aufzeigen. Social Media bedeutet auch viel auszuprobieren. Wenn Sie feststellen, dass der ein oder andere Beitrag nicht gut angekommen ist, müssen Sie nicht ein weiteres Mal ähnliche Inhalte posten. Überlegen Sie sich ein anderes Format. Seien Sie kreativ!

 

Mit dieser 7-Schritte-Liste gelingt es Ihnen, eine Strategie für Ihr Business auf die Beine zu stellen, die – bei richtiger Pflege- Ihre Unternehmenskommunikation ergänzt. 

Steht Ihre Strategie schon oder brauchen Sie an der einen oder anderen Stelle Unterstützung? Dann schreiben Sie mir! Ich helfe Ihnen gerne.

Hier sind versprochenen Links:

Die aktuellen Nutzerzahlen der wichtigsten sozialen Netzwerke hat Christian Buggisch in einem Beitrag zusammengefasst:  Social Media – Nutzerzahlen in Deutschland 2016

Der praktische Social Media Spickzettel von Björn Tantau: Der praktische Social Media Spickzettel

Weshalb Unternehmer Ihre Zielgruppe kennen sollten: Weshalb es als Unternehmer wichtig ist, seine Zielgruppe zu kennen

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Von Alexandra Schrödel|11.02.2016|Alle Beiträge, Marketing, Tipps & Tools, Wissenswertes|0 Kommentare

Über die Autorin Alexandra Schrödel

Alexandra Schrödel unterstützt mit Begeisterung, Kreativität und Kompetenz Selbstständige und inhabergeführte Unternehmen in Social Media- und Marketingfragen. Gerne auch Sie. Kontakt: Tel. +49 89 23510979

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