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Ihr Text fürs Web: 5 Tipps für Struktur und Aufbau

Tipps für Aufbau und Struktur für Ihren Text fürs WebDas Netz ist voll von Texten, die nach Aufmerksamkeit rufen und gelesen werden möchten. Der Seitenbesucher entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er dem Text eine Chance gibt oder nicht. Achten Sie das nächste Mal darauf, wie Sie an Artikel herangehen. Wie lange Sie einen Text anlesen, bis die Würfel fallen: Hop oder Top für den Beitrag.

Denken Sie mal darüber nach…  Sie werden feststellen, dass Sie einem Text nicht wirklich lange die Chance geben, von Ihnen gelesen zu werden. Denn unser Leseverhalten im Internet ist ein anderes, als beispielsweise die Art, ein Buch zu lesen. Bücher lesen wir normalerweise von links nach rechts, Zeile für Zeile und Seite für Seite, bis zum Ende. Es sei denn, sie sind unglaublich langweilig, dann legt man sie vorher weg. Ich gebe einem Buch gute 50 Seiten Zeit, mich zu fesseln. Wenn ich nach dieser Zeit immer noch gähne, wird es weggelegt.

Im Internet überfliegen wir die Seiten. Meist vertikal. Es gibt Eyetracking-Studien, die aufzeigen, dass Webseiten nach einem F-Schema gelesen werden. Die Webseitenbesucher lesen den ersten Absatz und springen dann zur nächsten Textstelle, die sie interessiert.

Für diesen Artikel habe ich einen gründlichen Selbsttest durchgeführt 😉 und kann sagen, dass ich mich beim Lesen von Texten im Netz innerhalb von wenigen Sekunden entscheide, ob ich den Artikel bis zum Schluss lese.  Der freiwillige Selbsttest bringt es an den Tag: Was das Unterbewusstsein schon längst ahnte, habe ich bewusst festgestellt.

Für mich sind folgende Faktoren ausschlaggebend, ob ich einen Beitrag von Anfang bis Ende lese:

  • Das Thema – logisch, das sollte mich interessieren
  • Der Schreibstil – wenn der Text zu dröge oder zu wissenschaftlich geschrieben ist, bin ich weg
  • Das Aufmacherbild – ich bin ein visueller Mensch. Das Foto oder die Grafik muss mich ansprechen
  • Die Gliederung – gibt es Zwischenüberschriften? Wie ist der Lesefluss?
  • Die Länge – wenn ich beim ersten Scrollen kein Ende finde, fange ich gar nicht erst an zu lesen
  • Aufmachung der Webseite – das ist ein Aspekt, der mich auch zum Bleiben oder Gehen animiert
  • Werbebanner – wenn es überall blinkt, stört mich das, auch Werbeverlinkungen im Text nerven mich extrem

Das Wichtigste an den Anfang

Da wir nur wenig Zeit haben, um unsere Leser für unser Thema zu interessieren, sollte die Kernaussage am Anfang stehen. Also: Alles Wichtige in den ersten Absatz. Danach folgen Details und Erklärungen zum Thema. Am Ende findet der Leser Zusatzinformationen, die ihm weitere Hintergründe liefert.

Damit der Text nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein Hingucker ist, ist ein strukturierter Aufbau sinnvoll:

#1 Übersichtliche Gliederung

Eine klare und übersichtliche Gliederung macht es dem Leser deutlich leichter, die Informationen aufzunehmen. Was Sie vermeiden sollten, sind ewig lange Textwüsten. Die Absätze lesen sich besser, wenn sie kurz und knackig sind. Fügen Sie lieber Zwischenüberschriften ein, wenn Sie merken, dass ein Absatz zu lang wird.

#2 Schrifttypo und Hervorhebungen

Es gibt Schriftarten, die eignen sich für Fließtexte besser als andere. In der Regel sind serifenlose Schriften ohne Schnörkel wegen der besseren Lesbarkeit sinnvoll. Eine Arial oder Helvetica werden häufig verwendet. Bei kleinen Schriftgrößen sollten Sie unbedingt serifenlose Schriftarten wählen, da sonst das Lesen des Textes zu anstrengend wird.

Die ideale Schriftgröße für Texte im Netz liegt zwischen 10 und 14 Punkt.

Seien Sie sparsam mit Hervorhebungen, die entweder kursiv oder unterstrichen, gefettet oder in GROSSBUCHSTABEN den Lesefluss stören und die Lesegeschwindigkeit unschön beeinflussen. Das ist gleichzusetzen mit einer PowerPoint Präsentation, die vor lauter Überanimation zum Augen-Overkill wird.

#3 Lesefreundliche Gestaltung

Damit der Leser Ihrer Beiträge nicht zu schnell ermüdet, ist es wichtig, dass der Kontrast zwischen Textfarbe und Hintergrund entsprechend hoch ist. Hier gilt: Nicht in Schönheit sterben, denn je abgestimmter die Farben aufeinander sind und sich zu wenig voneinander abheben, desto schwieriger ist es für Ihren Besucher, den Text zu lesen und zu erfassen. Animation und Geblinke sind in den bereits erwähnten Powerpoint Präsentationen wenig zu ertragen. In Webbeiträgen wirken sie störend und werbend – verzichten Sie lieber darauf.

Stimmen Sie Ihr verwendetes Bildmaterial auf den Text und das Design ab. Ist Ihr Text sehr lang, können Sie ihn mit Grafiken und Symbolen gezielt auflockern, sodass Ihr Besucher nicht von einer Textwand erschlagen wird.

#4 Verlinkungen am Textende

Weisen Sie in Ihrem Text auf andere Seiten und Quellen hin? Lenken Sie Ihren Leser nicht unnötig ab und setzen Sie die Links lieber ans Textende. Beschreiben Sie genauer, wohin die Links führen und um welche Quelle es sich handelt.  Das hilft dem Leser zu entscheiden, ob der Link interessant genug ist, ihm zu folgen.

#5 Zum Schluss: Die Aufforderung zur Tat

Dieser Tipp hat wenig mit grafischen Gestaltungselementen zu tun. Er ist aber das größte Helferlein eines jeden Autors: Der Call to Action Aufruf am Ende des Artikels. Der Leser hat Ihren Text von Anfang bis Ende gelesen – das ist großartig! Entlassen Sie ihn jetzt nicht einfach so sondern sagen Sie ihm, was er nun tun soll – einen Kommentar hinterlassen, eine Frage stellen, den Kontakt zu Ihnen aufnehmen? Formulieren Sie eine kurze, knackige Handlungsaufforderung, wie zum Beispiel:

Haben Sie Fragen zum Schreiben von Texten fürs Web? Gerne beantworte ich diese. Senden Sie mir entweder eine Mail oder schreiben eine Nachricht ins Kommentarfeld.

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Von Alexandra Schrödel|22.06.2016|Alle Beiträge, Marketing, Schreibtipps, Wissenswertes|0 Kommentare

Über die Autorin Alexandra Schrödel

Alexandra Schrödel unterstützt mit Begeisterung, Kreativität und Kompetenz Selbstständige und inhabergeführte Unternehmen in Social Media- und Marketingfragen. Gerne auch Sie. Kontakt: Tel. +49 89 23510979

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